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Intel-Chef Paul Otellini geht nach acht Jahren an der Spitze des CPU-Giganten in den Ruhestand

von  
The-Khoa Nguyen, pc-magazin.de, editor, online redakteur, content manager
Intel, CEO, Ruhestand
Der Intel-CEO Paul Otellini hört im Mai 2013 nach acht Jahren auf.
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Prozessorgigant Intel gibt bekannt, dass Firmenchef Paul Otellini im Mai 2013 nach acht Jahren in den Ruhestand geht. Der noch nicht gefundene Nachfolger hat ein schweres Erbe anzutreten, ihn erwarten knackige Aufgaben.

Paul Otellini, seit rund acht Jahren CEO bei Intel, geht im Mai 2013 in den Ruhestand. Dies gibt der führende CPU-Hersteller am Firmensitz in Santa Clara, Kalifornien bekannt. Otellini ist seit knapp 40 Jahren bei Intel und übernahm 2005 die Unternehmensführung. Unter seiner Hand wuchs das Unternehmen kontinuierlich. Der Jahresumsatz betrug zuletzt 54 Milliarden US-Dollar, gestiegen von einst 39 Milliarden. In rund 80 Prozent aller verkauften Desktop-PCs steckt heute ein Intel-Prozessor. Der Konkurrent AMD hat das Nachsehen. Die Spezialisierung auf Desktop-PCs, mit bestverkaufenden Schlagworten wie etwa Ivy Bridge und Sandy Bridge ist gleichzeitig das größte Problem.

Im dritten Kalenderquartal 2012 verbuchte Intel einen Umsatzrückgang von fünf Prozent und einen Gewinneinbruch um 14 Prozent. Unter anderem sind schwächelnde Ultrabook-Verkäufe dafür verantwortlich. Der Hauptgrund dürfte jedoch das verschlafene Vordringen auf dem Mobilsektor mit immer stärker gefragten Tablets und Smartphones sein. Intel-Prozessoren sind zwar vertreten und leistungsstark – unter anderem im so beworbenen „Vollbild-Smartphone“ Motorola RAZR i. Doch die Hauptargumente auf dem Gadget-Markt sind Energieeffizienz und -sparsamkeit. Hier hat die Konkurrenz – allem voran mit ARM – die Nase vorne.

Ein Nachfolger für Otellini ist noch nicht gefunden. Es sind sowohl externe als auch interne Kandidaten im Gespräch. Es gilt natürlich, Intels Geschäfte wieder voranzutreiben – so wie es Otellini in den vergangenen, rund acht Jahren erfolgreich vorgemacht hat. Der Mobilsektor ist dabei ein großes Ziel, genau wie der weitere Absatz von mit Intel-Prozessoren ausgestatteten Ultrabooks. In Zusammenarbeit mit Microsoft könnte übrigens laut aktuellen Berichten ein Preissturz für Windows-8-Laptops zu Weihnachten stattfinden.

 
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