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IT-Sicherheitsreport

Cyber-Betrüger zu Olympia, US-Wahl und anderen Top-Events

Christian Vogt - Regional Director Germany bei Fortinet:
Christian Vogt - Regional Director Germany bei Fortinet: "Betrüger treiben besonders gern zu Top-Events ihr Unwesen."
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Ereignisreiche Jahre wie 2012 erfreuen nicht nur Sportfreunde und politisch Interessierte. Auch Cyberkriminelle sind immer dabei, wenn Olympische Spiele oder Präsidentschaftswahlen in den USA anstehen. (von Christian Vogt)

Mehr als zwei Milliarden Menschen sind online, weshalb das Internet für Betrüger zur beliebtesten Spielwiese überhaupt geworden ist. Heutzutage sind Tausende Betrugsformen im Umlauf, weshalb es schwierig ist, alle aufzulisten. Aber all diese unterschiedlichen Arten des Betruges verfolgen ganz klar das gleiche Ziel: Indem die Leichtgläubigkeit der Opfer ausgenutzt wird, soll Geld erpresst werden.

Verlockende Angebote

Anlässlich weltweiter Medien-Events versuchen Betrüger verstärkt, die Neugier von Internet-Nutzern zu wecken, beispielweise mit „angeblichen“ Lotteriegewinnen. Die Gewinnbenachrichtigung wird per Spam-Mail an die Nutzer gesendet. Die E-Mail informiert die Nutzer darüber, dass sie zu den glücklichen Gewinnern gehören, die Anspruch auf einen hohen Geldbetrag oder einen hochwertigen Superpreis haben.

Um ihren Gewinn einzulösen, werden die Nutzer aufgefordert, anfallende Gebühren zu zahlen. Natürlich werden sie - egal, ob sie zahlen oder nicht – ihren Preis niemals erhalten. Dieses Vorgehen ist gerade während großer Events wie der Formel 1 oder den Olympischen Spielen sehr beliebt.

Eine andere Art von Betrug, „Kaufbetrug“ genannt, verbreitet sich immer mehr im Web. In diesem Fall werden Tickets für große Events zu reduzierten Preisen angeboten. Indem Nutzer auf Inserat-Websites wie eBay surfen, können sie Tickets zu einem günstigeren Preis finden. Doch in der Event-Hochphase ist eine gewisse Skepsis angebracht, da es sich bei den guten Angeboten meist um Betrugsversuche handelt.

Eine weitere Betrugsform ist der „AV-Schwindel“. Während großer Politik- oder Sport-Events browsen viele Nutzer im Internet, um mehr über Ergebnisse, den Spielstand und andere aktuelle Nachrichten zu erfahren. Durch eine einfache Suche auf ihrer Lieblingssuchmaschine ist es gut möglich, dass Nutzer auf eine bösartige Website oder eine legitime Website, die gehackt wurde, gelangen. Daraufhin taucht ein Pop-up-Fenster auf ihrem Bildschirm auf, das sie darauf hinweist, dass ihr Computer infiziert ist, und bietet an, dieses Problem zu lösen. Diese Falschmeldung fordert Nutzer dazu auf, auf das Pop-up zu klicken, wodurch ohne ihr Wissen die Installation einer gefälschten AV-Software aktiviert wird. Als Nächstes werden dadurch Trojaner installiert, um Nutzerdaten wie beispielsweise Passwörter und Kontoinformationen zu sammeln.

Die genannten Beispiele sind die gängigsten Betrugsarten, die wir während Großveranstaltungen wie der Olympischen Spiele, der Formel 1 oder der Präsidentschaftswahlen in den USA immer wieder beobachten.

Die Alarmglocken läuten

Doch es gibt noch eine ganze Reihe anderer Betrugsvarianten, ob Videoschwindel, gefälschte Facebook-Seiten, Phishing und Identitätsdiebstahl, den „nigerianischen“ Vorschussbetrug oder digitale Heiratsschwindler. All diese Arten von Betrug überfluten das Web und sogar gut informierte Internet-Nutzer fallen manchmal darauf herein. Um den Verlust von wichtigen persönlichen Informationen oder Geld zu vermeiden, sollten Internet-Nutzer folgende Ratschläge beherzigen:

  • Bei Anfragen nach Passwörtern oder Kreditkarten-Informationen sollten sämtliche Alarmglocken läuten.
  • Seien Sie sehr vorsichtig bei Links, die zu Applikationen oder externen Websites führen.
  • Glauben Sie an das berühmte Sprichwort „zu schön, um wahr zu sein.“
  • Senden Sie niemals Geld an jemanden, den Sie noch nie persönlich getroffen haben.
  • Wenn Sie an keiner Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nicht gewinnen.

Von: Christian Vogt - Regional Director Germany bei Fortinet

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